März 13, 2017 | | Kommentare deaktiviert für Indische Gewürze die Sie in Ihrer Küche haben sollten

Die indische Küche  ist ganz einfach eine ganz besondere. Dank der Geschichte des Landes in den vergangenen Jahrhunderten bietet sie einen großen Mix aus orientalischen Einflüssen gepaart mit Zutaten, die auch wir hier in Deutschland und Europa kennen und schätzen. Zwar können auch wir hier versuchen, uns an die vielen tollen Rezepte aus Indien zu setzen, aber häufig scheinen wir feststellen zu müssen, dass es eben doch nicht so gut schmeckt wie in Indien selber, oder zumindest in den indischen Restaurants hier. Woran scheint das zu liegen? Ein interessanter Ansatz könnte mit der Wahl der richtigen Gewürze zusammenhängen, denn diese machen oft den Unterschied. Wir möchten Ihnen daher hier einige indische Gewürze vorstellen, die Sie ganz einfach brauchen, wenn Sie so authentisch wie möglich indische Rezepte nachkochen wollen.

Kreuzkümmel – man kennt es auch als das Gewürz in den Falafel und wird gerne aufgrund seines erdigen Geschmacks verwendet. Es ist geschmacklich leicht, aber einnehmend und passt gut zu vielen anderen Gewürzen.

Koriander – Koriander erlebt hier aktuell so etwas wie eine Neugeburt. Natürlich ist es schon lange bekannt, aber momentan findet es sich in vielen Rezepten, so auch in vielen aus Indien. Die Samen sind dabei ein absolutes Muss für Garam Masala, zudem wird davon ausgegangen, dass sie gegen einen unruhigen Magen helfen.

Senfsamen – hierbei muss man zunächst zwischen den Farben der Samen unterscheiden, denn wir kennen meist eher die gelblichweißen Samen, während in der indischen Küche meist die schwarzen Samen Verwendung finden. In heißen Öl gewendet bis sie aufplatzen und dann zusammen mit dem Öl in die Verarbeitung weiterer Rezepte, schon hat man ein Grundrezept für die indische Küche. Der Geschmack wird hier auch als sehr erdig bezeichnet.

Ingwer – gut im Tee, gut im Kuchen, noch besser aber in den vielen Rezepten Indiens. Hier sollte man aber vorsichtig zu Werke gehen, denn Ingwer ist nicht für jeden etwas. Süßlich herb kann es aber bei vielen Gerichten den Ausschlag geben.

Garam Masala – dies ist kein Gewürz an sich, sondern eine typisch indische Gewürzmischung, ähnlich wie die Kräuter der Provence aus Frankreich. Das spannende hier ist, dass man sagt, jede indische Familie hätte ihr ganz eigenes Rezept dafür, aus was – und in welchen Mengen – ihr Garam Masala besteht.

Kurkuma – leuchtend gelb hat es gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist es unerlässlich für ein gutes Curry, zum anderen soll es auch entzündungshemmend wirken. Des Weiteren findet Kurkuma als Nahrungsfärbung Verwendung.

Kardamom – „weniger ist mehr“ lautet hier die Devise, denn dieses Gewürz ist sehr intensiv im Geschmack. Frisch gemahlen finden sie in Tees – besonders im Chai – sowie in vielen Curries Verwendung und kann wirklich den Unterschied machen.

Neben diesen gibt es natürlich noch unzählig viele andere, aber gehen Sie es einfach an und toben Sie sich den oben genannten aus.

März 13, 2017 | | Kommentare deaktiviert für Warum isst man in Südindien von einem Bananenblatt?

Wer schon mal im Süden Indiens unterwegs gewesen ist und sich dort an den kulinarischen Feinheiten des Landes  probiert hat, der hat sicherlich auch gesehen – oder selbst erlebt – dass die meisten Menschen dort nicht auf Tellern essen, sondern auf den großen, grünen Blättern des Bananenbaums. Dies sieht immer sehr interessant aus, aber viele Menschen scheinen gar nicht zu wissen, warum dies so gehandhabt wird. Wir haben uns mal im Internet schlau gemacht und sind auf eine ganze Anzahl guter Gründe gestoßen, die wir Ihnen hier gerne näher erläutern wollen.

Zunächst einmal ist es einfach gesund. Im Blatt selber finden sich eine Menge Antioxidantien die gegen Krankheitserreger angehen und sogar davor helfen können, gefährliche Krankheiten wie Krebs und Parkinsons zu vermeiden. Wenn heißes Essen auf dem Blatt serviert werden, dann werden diese Stoffe aktiviert und geben zusätzlich auch ein angenehmes Aroma  ab; essen kann man das Blatt selber aber nicht, da wir es nicht verdauen können.
Vielleicht das beste Argument für die Nutzung der Bananenblätter hat mit dem Nachhaltigkeitsgedanken zu tun. Da sie natürlich sind, müssen sie nicht künstlich massenproduziert werden, was besonders in einem Land wie Indien mit seinen zig Millionen Menschen von enormem Vorteil ist. Bei der indischen Küche sollte man immer ein wenig sorgsam sein, was die Hygiene betrifft. Im Zweifelsfall ist es also immer besser, von einem Blatt als von einem Teller zu speisen, zumal man die Blätter mit ein wenig Seife auch schnell wieder säubern kann und nur marginal wenig Wasser dafür benötigen, was in Indien eher rar ist.  Da sie logischerweise auch biologisch komplett abbaubar sind, verursachen sie keinen zusätzlichen Müll, was in Indien ebenfalls ein ziemlich großes Problem darstellt. Das Blatt an sich selber wird schnell abgebaut und bietet sich dadurch ideal als Tellerersatz an.

Die Blätter haben einfach die perfekte Größe, um ganze Mahlzeiten darauf zu verzehren, sodass sie sich für besondere Anlässe, bei denen Service herrscht, gut eignen; zudem sind sie wasserfest und können daher auch im Freien und im Regen genutzt werden.
Abschließend aber ist auch ein sehr wichtiger und kultureller Grund zu nennen. Aus traditionellen Gründen wird besonders in Südindien das Bananenblatt als Tellerersatz verwendet, weil dies einfach an die Lebensarten der Vorfahren erinnert. Essen verbindet Menschen und dies kann auch generationsübergreifend der Fall sein, wenn mit dieser Methode an die Vorfahren gedacht wird.

Es mag zwar ein wenig seltsam wirken auf den ersten Blick, wenn man erstmals in Südindien ist und speist, aber man sollte sich durchaus schnell daran gewöhnen. Da die Blätter nicht nur groß, sondern auch ziemlich reißfest sind, kann man wirklich eine Menge Essen auf ihnen platzieren ohne sich sorgen zu müssen, dass was runterfällt. Wir wünschen guten Appetit beim Ausprobieren.

März 6, 2017 | | Kommentare deaktiviert für Indien: eine gastronomische Achterbahn?

Wer an Indien  denkt, dem kommen sofort die vielen faszinierenden Sehenswürdigkeiten in den Kopf, wie das Taj Mahal, den Stadtpalast oder einfach auch den wahnsinnig einnehmenden Fluss Ganges. Jeder Mensch sollte einmal im Leben in Indien gewesen sein, denn die Spiritualität des Landes ist wunderbar greifbar und belebend. Natürlich ist Indien auch für andere Dinge bekannt, wie etwa ihre vielfältige Küche, die so groß ist wie das Land selbst. Vom Himalaya bis runter zur Südspitze des Landes besteht Indien aus vielen unterschiedlichen Regionen mit speziellen Gerichten, Düften und Arten der Zubereitung. Dies kann natürlich aber auch zur Folge haben, dass die Küche  nicht immer gleichbleibend gut oder schlecht ist. Wir haben mal versucht herauszufinden, ob Indien in der Tat eine gastronomische Achterbahnfahrt liefert oder nicht.

Da das Land fast so groß ist wie ein Kontinent, befinden sich an allen Ecken auch kulinarische Besonderheiten. Aber dies ist nicht das einzige, was Indien so besonders macht. Aufgrund der langen Geschichte, sowohl kulturell als auch politisch, befand – und befindet – sich Indien fast konstant im Wandel der Dinge. So haben viele orientalische Gerichte ihren Weg in die Küchen Indiens gefunden, wie etwa das Pilaw oder Taboulé. Aber auch die Kolonialgeschichte Indiens hat sich auf den Tellern bemerkbar gemacht, wie etwa die Kartoffel, die Tomate und vor Allem: Chili. Scharfe Küche findet man in Indien fast immer überall, dies scheint sich fast schon als Alleinstellungsmerkmal herauszukristallisieren. Besonders das Curry ist eine Nationalspeise des Landes und wird als Sammelbegriff für die vielen unterschiedlichen Rezepte mit Curries verwendet. Aber was genau meinen wir denn nun mit dem Ausdruck „Achterbahn“? Es ist so, dass viele Urlauber in Indien nach der Rückreise Magenprobleme bekommen, was häufig zu unschönen Situationen führen kann, wenn man sich nicht richtig darum kümmert. Es verwundert ein wenig, dass sich der Körper im Land schnell an die jeweiligen Speisen, Aromen und Zutaten anpasst, aber mit der Rückkehr anfängt zu rumoren. Da die Speisen oft mit einer Vielzahl an Gewürzen versehen sind, die unsere Körper noch nicht so gut kennen, lernt der Körper dagegen anzukämpfen. Zudem ist Indien immer noch sehr viel weniger reguliert, was Qualitätskontrollen und andere Standards bei der Handhabung von Nahrungsmitteln betrifft, was zur Folge hat, dass man bestimmte Gerichte nicht unbedingt von Straßenständen essen sollte. Natürlich ist dies überspitzelt dargestellt und die Küche in Indien ist auch voll von großartigen Rezepten, aber manchmal kann es eben ganz anders kommen. Indien erlebt man logischerweise auch immer durch den Magen, daher kann diese Achterbahnfahrt vielleicht auch sehr belebend sein. Es ist aber immer ein guter Tipp, sich vor den vielen Kostproben im Land mit ausreichend Magentabletten zu bevorraten, um gegen eventuelle Probleme gewappnet zu sein. Aber alles in allem bietet Indien mit seinen vielen Geschmäckern, kulturellen Eigenheiten und regionalen Spezialitäten eine ganze Menge.